15 Mio ohne Ausschreibung: Gründer-Drive beim JDMT-Contact-Tracer

Jovial sitzt Andi Juchler, CEO der Firma JDMT Medical Services im Sessel und erzählt vom Gründer-Drive, den es in seiner Firma JDMT die letzen Monate gegeben habe. Dazu Juchli ab Minute 10:20: “Wir haben ganz coole Sachen gemacht.” Die Mderatorin fragt bei 13:00: “Wie habt ihr das von Kundenseite erlebt?” und Juchli führt aus, die Bevölkerung habe ganz gut mitgewirkt. Bei 21:30 sagt Juchli: “Es hatte zu wenig Stühle, dann nahmen wir Kübel zum Sitzen, es hat funktioniert. Das ist Gründer-Drive! Wir machten viel mit Excel, sehr lange.” Worum geht es? Was viele nicht wissen, der Kanton Zürich hat nicht wirklich ein eigenes Contact Tracing. Dieses liegt seit Sommer 2020 in den Händen der Firma JDMT Medical Services in Pfäffikon ZH, ein 15 Mio-Auftrag ohne Ausschreibung, und darum kann CEO Juchli entspannt zurücklehnen.

Fast ohne Tests mit Volldampf zum Contact Tracing

Die Contact-Tracing-Lokomotive startet im Juli 2020. Der Zürcher Regierungsrat beschliesst am 10. Juli in RRB 2020-0720, das Contact Tracing müsse auf 100 Fälle pro Tag ausgebaut werden. Dazu soll ein Zwei-Säulen-System bestehend aus der Kantonspolizei und einem privaten Unternehmen aufgebaut werden.

In RRB 2020-0864 (2. September 2020) ist festgehalten, es seien im Juni 2020 Offerten für den Bereich September 2020 bis Mai 2021 eingeholt worden, dies auf der Basis von fünf bis zehn Fällen pro Tag. Für dieses Volumen sei mit Kosten von 20’000 bis 50’000 Franken pro Monat zu rechnen. Im Protokoll steht, die Befristung sei so gewählt, dass eine offene Ausschreibung (bis 250’000 Franken) habe stattfinden können. Unerwähnt bleibt, dass die Gesundheitsdirektion bereits im Juni wusste, das 5 bis 10 Fälle pro Tag unrealistisch sind, ein Blick in die eigene Statistik hätte genügt (dazu später noch mehr). Letztlich wollte entweder die Kantonsärztin oder die Gesundheitsdirektion keine Ausschreibung und so wurden die mutmasslichen Fälle verniedlicht.

Von 0.2x auf 3.7 Mio ganz ohne Ausschreibung

So schreibt der Regierungsrat anfangs September: Im Juli habe bereits erkannt werden müssen, dass es mehr Fälle geben werde. Daher habe man den ursprünglichen Auftrag rückwirkend vom 1. Juli bis zum 15. September 2020 befristet. Diese Argumentation ist absurd. Vor dem 10. Juli gab es gar keinen Beschluss, das Contact Tracing überhaupt extern zu vergeben, folglich konnte auch kein Vertrag für ein externes Contact Tracing geplant werden. Im übrigen bestand zwischen dem 10. Juli und dem 2. September genügend Zeit, Offerten einzuholen. Was genau zur Wahl der JDMT führte, bleibt unklar. Der Regierungsrat schreibt, die JDMT habe das beste Angebot für die 5 bis 10 Fälle pro Tag eingereicht.

Mit dem Splitten des Vertrages sollte ein neues Konstrukt für die Zeit zwischen 16. September 2020 und 31. Mai 2021 entstehen. Das Kostendach wurde auf 3,7 Mio hochgefahren (1. Juli bis 31. August 2020 nicht inkludiert). Der Regierungsrat fügte an, dass die über neun Monate befristete Vergabe nach § 10 Abs. 1 lit. f vergeben werde: “Leistungen zur Ersetzung, Ergänzung oder Erweiterung bereits erbrachter Leistungen müssen der ursprünglichen Anbieterin oder dem ursprünglichen Anbieter vergeben werden, weil einzig dadurch die Austauschbarkeit mit schon vorhandenem Material oder Dienstleistungen gewährleistet ist.”.

Und weil es natürlich auch dem Regierungsrat auffällt, dass die Erhöhung von ca. 250’000 Franken auf 3.7 Mio kein Pappenstiel ist, fügte das Gremium dem Beschluss bei, es bestünde nach § 10 Abs. 1 lit. d keine Zeit für ein anderes Vergabeverfahren. Während den neun Monaten solle der Auftrag im offenen Verfahren für die Phase danach vergeben werden.

Von 3.7 auf 6.95 Mio locker im Gründer-Drive

Zwei Monate später, am 4. November wird in RRB 2020-1060 festgehalten, das Contact Tracing sei überlastet. Für die Zeitdauer 1. November bis 31. Mai werde die JDMT beauftragt, 20 zusätzliche Arbeitsplätze zu schaffen. Dies ergibt pro Arbeitsplatz für die sieben Monate immerhin 162’500 Franken bzw. 23’400 Franken pro Monat oder 278’500 Franken pro Jahr.

Die Vergabe wird in RRB 2020-1060 nur noch mit Dringlichkeit nach § 10 Abs. 1 lit. d begründet. Für die Zeitdauer nach Mai 2021 wird nunmehr nur noch eine Vergabe nach Beschaffungsrecht in Aussicht gestellt, wobei der Regierungsrat erst mal erklären müsste, in welch anderer Weise Aufträge er vergeben könnte.

März 2021: Ganz ohne Ausschreibung auf 15 Mio

So richtig dreist liest sich RRB 2021-0352 vom 31. März 2021. Aufgrund eines erhöhten Personalbestandes (anstelle von monatlich ca. 9500 Stunden wurden bis zu 28’802 Stunden verrechnet), Mutationen, Quarantänebefreiung und neuer Ereignisfelder würden die Kosten auf 11,35 Mio bis Ende Mai 2021 anwachsen. Für die Zeit bis November 2021 müsse mit weiteren Kosten über 3.57 Mio. gerechnet werden, womit die 15 Mio voll sind.

Als Begründung wird erneut § 10 Abs. 1 lit. d angeführt, die zeitliche Dringlichkeit lasse kein Ausschreibungsverfahren zu. Höchste Priorität habe ein qualitativ hochwertiges und wirksames Contact Tracing. Ein Wechsel des Anbieters wäre nur mit einem grossen Transaktionsaufwand und hohen Risiken möglich. Mal ganz banal gefragt, wie kann etwas super dringend sein, das erst zwei Monate später (Verlängerung erfolgt ja erst ab dem 1. Juni 2021) überhaupt eintritt?

Regierungsrat lebt und handelt in einer Blase

Auf den ersten Blick mögen die 15 Mio, die ohne Zeitdruck bar jeder Regierungskompetenz und völlig ungerechtfertigterweise der JDMT zugeschanzt wurden, im Vergleich zu all den anderen Debakeln bei der Bewältigung der Pandemie nach wenig aussehen. Nur, die Art und Weise, mit welcher der Regierungsrat von Beschluss zu Beschluss sich vom Vergaberecht entfernt bzw. sich am Ende gar darum foutiert, ist skandalös.

Dass er die Leistungen beim Contact Tracing aber auch noch massiv überpositiviert, zeigt auf, wie stark der Zürcher Regierungsrat in einer Art Blase lebt, fernab von der Realität. Da berichtet z.B. der Beobachter im November 2020, ein Contact Tracer berichte, es liege nicht am fehlenden Personal, sondern vielmehr daran, dass niemand im Call-Center wisse, was zu tun sei und so jeder mache, was er gerade für richtig erachte. In der NZZ vom 4. Januar 2021 wird detailliert beschrieben, woran es harzt. Letztlich könne nur ein Drittel schildern, wo die Ansteckung stattgefunden habe.

Andi Juchli von JDMT ist ganz entspannt

Juchli führt im Feierabengespräch etwa an 29:50 aus: “Es gab Tage, da begrüssten wir immer 25 neue Leute. Wir führten sie ein, dann ging es ans Telefon. Im ersten Moment ging es darum, das Telefon abzunehmen, und im zweiten Moment, eine akkurate Aussage zu machen.” Später fügt er dem hinzu: “Ich hatte einen Informationsvorsprung, weil ich eine Vision hatte, wohin es ging.”

Ab Minute 32:00 führt er gar aus: “Als es die ersten Ausbruchstestungen an der Schule gab, sagte ich, entweder machen wir es jetzt, oder dann findet es nicht statt. Dann durften wir Leute in den Ausbruchstestungen einsetzen, jetzt spielen wir beim betrieblichen Impfen eine Vorreiterrolle.”

Damit dürfte auch klar sein, von Ausbruchstestungen kann bei den Schulen keine Rede sein. Diese wurden vielmehr mit dem Ziel etabliert, dass etwas (das Testen) stattfindet. Und auf die Frage der Moderatorin, wie es beim Contact Tracing weitergehe, antwortet Juchli (31:45): “Das ist nicht bekannt, ich sehe dem entspannt entgegen. Ich versuche möglichst viele Arbeitsplätze zu erhalten.”

Die nicht so entspannte Seite von JDMT

Andreas Juchli bezeichnet sich fast immer als Arzt und Unternehmer. Auf der JDMT-Webseite steht: “JDMT beschäftigt Ärztinnen und Ärzte, angehende Ärztinnen und Ärzte, Bewegungswissenschafter, weitere Fachpersonen der Gesundheitsberufe sowie Mitarbeitende in Planung, Umsetzung und Logistik.” Der Begriff Arzt ist in der Schweiz nicht geschützt. Juchli absolvierte ein Medizinstudium, um danach direkt für die JDMT zu arbeiten.

Bekannt von der Firma JDMT ist, dass sie 2017 oder 2018 einen Auftrag vom Staatssekretariat für Migration (SEM) erhielt, um Rückschaffungen von Asylsuchenden medzinisch zu begleiten. Gemäss einem Artikel des Tages Anzeigers vom 23.4.2019  konnte die JDMT den Auftrag bis 2019 jedoch nicht ausführen, da sie keinen Arzt mit der entsprechenden Ausbildung aufbieten konnte.

In Zürich kam die JDMT zum Zuge, um im sogenannten Hotel “Suff” (Ausnüchterungszellen der Stadt Zürich) die medizinischen Dienstleistungen zu erbringen. Dieser Auftrag wurde im September 2019 neu ausgeschrieben. Die Offerte der JDMT lag um etwa 20% höher als jene einer Konkurrenzfirma. Dagegen protestierte die JDMT beim Verwaltungsgericht erfolglos, erreichte aber, dass der Auftrag  fast um ein Jahr verspätet im Sommer 2020 an die Konkurrenz ging, womit die 12’000 Franken Gerichtsgebühren über die verzögerte Weiterführung bei ca. 0.5 Mio Jahresvolumen wohl kein Problem gewesen sein dürften.

Bekannt ist weiter, dass sich JDMT am Firmensitz in der Gemeinde Pfäffikon ZH erfolgreich für die Lieferung, Installation und Wartung von Defibrillatoren einsetzen konnte. Als der Beobachter dazu den Artikel “Zu selten eine Hilfe” publizierte, in dem angemerkt wird: “Heerscharen von Defibrillatoren hängen in Supermärkten oder Sportklubs. Sie sollen Menschen vor dem plötzlichen Herztod retten. Selten genug gelingt das”, verfasst die JDMT auf der eigenen Homepage eine Art Gegendarstellung mit dem Titel und Fazit: Liebe Hilfe leisten als nur Beobachter(n).

Gemäss eigener Angabe erwirtschafte das Unternehmen JMDT 2017 ein Umsatz von 3.15 Mio Franken. JDMT kündigt darin an, erstmals Ende 2018 einen umfassenden Qualitätsbericht zu veröffentlichen. Ein Link zu besagtem Bericht findet sich nicht und auch die Suche mit gleichem Begriff ergibt keine Treffer. Fragt sich einfach was besser ist, ein angekündigter Qualtitätsbericht, den es nicht gibt, oder einer, der nicht auffindbar ist.

Kometenhafter Aufstieg mit Contact Tracing

Bei einem Jahresumsatz von ca. 3 Mio erstaunt, dass die JDMT Mitte 2020 plötzlich durch die Bildungsdirektion des Kanton Zürichs einen Deal, der auf 250’000 Franken limitiert ist, über die Höhe von ca. 15 Mio an Land ziehen konnte. Dies umso mehr, als das JDMT später auch für den Kanton Schwyz tätig wird und seit dem 1. Januar 2021 auch das gesamte Contact Tracing für den Kanton Thurgau “vereinnahmte”.

Dabei übernimmt die JDMT im Janaur 2021 auch gleich die 100 Mitarbeiter, welche den Job zuvor im Auftrag der Lungenliga des Kantons Thurgau erledigten. Gemäss einem Bericht von FM1today vom 21. April 2021  gibt der Kanton Thurgau für das Contract Tracing  pro Monat mehrere Hunderttausend Franken aus.

Dies habe bei JDMT dazu geführt, dass ein Contract Tracer ein Monatsgehalt bis zu 10’000 Franken erreiche, während die gleiche Firma für den Kanton Zürich günstiger arbeite. Zitat aus dem FM1today-Artikel: “Wie eine Quelle, die beim Contact Tracing arbeitet, gegenüber FM1Today sagt, liegen die Löhne gewisser Mitarbeitenden aber gar noch höher. Dies ohne spezielle Ausbildung oder Schulabschluss.”

Und wie äussert sich Andi Juchli dazu? Im eingangs zitierten Video-Interview zu den Zukunftsaussichten sagt Juchli bei Minute 32:20: “Wir können den Steuerzahler entlasten, weil wir Arbeit geben können. Wie alles, was ein Risiko oder eine Gefährdung ist, kann es auch eine Chance darstellen. Vielleicht stellen die Kantone fest, dass es schwierig ist ein eigenes Contact Tracing zu behalten, vielleicht gibt es jemanden, der diese Grundkompetenz erhalten kann.” Und bei 33:00: “Ganz aufhören kannst Du nicht, wir haben alle den Eindruck, eine Pandemie kann wieder auftreten … Wir haben dies für drei Kantone machen dürfen, unser Ansporn ist, mehr Kantone davon zu überzeugen.”

Auftragsvolumen um den Faktor 60 überschritten

Bereits im Mai 2020 wurde eine zweite massivere Welle für den Herbst bzw. Winter prophezeit. Wären realistische Annahmen zur Anwendung gelangt, hätte im Sommer 2020 kein Auftrag mit Einladung mit 5 bis 10 Fällen pro Tag stattfinden können. Letztlich war dies nur möglich, weil die Tests auf unter 700 pro Tag gedrückt wurden. Dies ergab dann ca. 7 Fälle pro Tag. Bereits Ende Juni fanden jedoch im Kanton Zürich pro Tag wieder 2500 Tests statt, dies bei ca. 25 Fällen.

Die Skalierung war plus/minus linear: 7 positive bei 700, ca. 25 bei 2500. Die Annahme, dass das Testen runtergefahren wurde, um mit extrem tiefen Zahlen eine Vergabe ohne Ausschreibung durchführen zu können, lässt sich mit dem aktuellen Wissen um die nicht durchgeführte Ausschreibung nicht von der Hand weisen.

Nach den Sommerferien wurden pro Tag bis zu 5000 Tests durchgeführt, die Zahlen gingen hoch und das Auftragsvolumen konnte so massiv nach oben angepasst werden. Ende November waren die Zahlen längst am Sinken. Trotzdem wurde das Auftragsvolumen von 3.7 auf 6.95 Mio angehoben. Prompt stiegen die Zahlen danach auch an. Danach sanken die Zahlen bis zum März 2021, um gegen Monatsende wieder anzusteigen. Und oh Wunder, aus den “bewilligten” 6.95 Mio vom November 2020 liessen sich mit steigenden Zahlen am 31. März 2021 satte 15 Mio zimmern, womit der Maximalbetrag für die Vergabe mit Einladung um den Faktor 60 überschritten wurde.

Nicht einmal ein Viertel mit Contact Tracing erfasst

Unabhängig davon ist der Erfolg beim Contact Tracing ernüchternd. Gemäss BAG (Stand Ende April) gibt es 650’000 Personen mit postiven PCR-Test, jedoch ca. 2.8 Millionen (dies sind 2.15 Mio mehr), welche bereits Antikörper zu Covid entwickelten. Darüber berichtete die NZZ am Sonntag sowie die Aargauer Zeitung am 25. April 2021.

Mit anderen Worten gesagt, wenn mit ausgiebigem Testen und Contact Tracing nach 18 Monaten nicht einmal ein Viertel “gefunden” werden können, so ergeben Tests und Contact Tracing kaum einen Sinn. Für die JDMT stellt dies kein Problem dar. Das Geschäftsmodell mit Contact Tracing (und neuerdings mit betrieblichen Impfen) ist längst etabliert, und zwar ohne durchgeführte Ausschreibungen.

Damit erhält die JDMT über Jahre unrechtmässige Wettbewerbsvorteile (wenn überhaupt von Wettbewerb die Rede sein kann), denn JDMT konnte (zumindest im Kanton Zürich) faktisch ohne wirtschaftliches Risiko genau jene Erfahrungen sammeln, um jetzt als etabliert zu gelten RRB 2021-0351 vom 31.3.2021).

Dazu passt die bislang auf der JDMT-Homepage nicht angepasste (und seit mehr als einem Jahr sich als längst komplett falsch erwiesene) Einschätzung der Pandemie unter dem Titel “Im Wellenbad der Gefühle”.

Noch immer wird dort kommentarlos auf SRF vom 29. März 2020 verwiesen, wonach es bis zum August 2020 22’693 Todesfälle und alleine für den 18. Mai 2020 gute 64’160 Akut Erkrankte geben werde.

Wie sagte doch Juchli entspannt im Interview vom 12. Mai 2021 an Position 18:40: “Mitte Februar sagte ich, so geht es nicht weiter, und dann richteten wir die ganze Firma auf Covid aus.” Hut ab, das dürfte gelungen sein.

Juchli – meint’s guet, macht’s guet

Damit das  so bleibt, ist Juchli gut vernetzt und lokal eingebettet: Präsident der Bezirkspartei FDP, Co-Präsident der kantonalen Gesundheitskommission der FDP, Mitglied in der Schulkommission Nord und Vizepräsident der Spitex Zürcher Oberland. Im Militär ist er gemäss Homepage im Stab Sanität Stv. Verantwortlicher für Medical Intelligence, d. h. Analyse von medizinischen Ereignissen, im Rang eines Oberstlt.

Andi Juchlis Slogan lautet: Arzt und Unternehmer – meint’s guet, macht’s guet. Darüber hinaus gibt sich Juchli gemäss FDP-Homepage liberal: “Für eine gute Lebensqualität soll ein Mensch weitgehend so leben können, wie er möchte. Schranken und Einschränkungen reduzieren die Lebensqualität. Halten wir die Eigenverantwortung hoch und ermöglichen wir es uns Menschen, ein Leben nach dem jeweiligen Gusto zu führen.”

Herr Juchli, als Liberaler müssen Sie am 13. Juni 2021 Nein zum Covid-Gesetz stimmen. Damit ermöglichen wir uns allen ein Leben mit weniger Einschränkungen. Mag sein, dass Sie es mit den Covid-Tests und dem Contact Tracing gut meinen. Nur, mit liberalem Verständnis müssten die Bürger/innen frei entscheiden können, ob sie die Dienstleistungen der JDMT in Anspruch nehmen möchten oder nicht, oder? Meint’s guet, macht’s guet reicht nicht!

Nein am 13. Juni: Weg mit den Zwangsmassnahmen

Demokratisch und liberal gedacht müsste das Volk keine Zwangstestungen im Gratismänteli über sich ergehen lassen!?! Im Idealfall würde die JDMT kostengünstige Testkits anbieten. Ferner gäbe es keine Maskenpflicht für Kinder unter 12 Jahren und sinnlose Ausbruchstestungen bei 2 positiven PCR-Testresultaten in einem Schulhaus mit 300 Kindern würde aus pekuniären Gründen auch nicht durchgeführt.

Liberal gedacht fänden Sie es toll, wenn Regierungsrätin Rickli bzw. der Regierungsrat keiner Firma ohne eine öffentliche Ausschreibung ein Auftragsvolumen von 15 Millionen zuhalten würde. Vielmehr würden Sie als FDP-Politiker dafür besorgt sein, dass genau dies nicht vorkommen würde. Zudem würden Sie Kosten und Nutzen staatlichen Handels überprüfen, dies umso mehr, wenn der Staat massiv in die persönliche Freiheit der Bürger/innen eingreift.

Dem sei hier angefügt, als CEO der Firma JDMT können Sie sich bequem zurücklehnen, die Verantwortung für diese desaströse Politik trägt letztlich der Zürcher Regierungsrat bzw. das Parlament, welches in der Aufsicht genauso versagt(e) wie die Regierung. Bleibt zu hoffen, dass das Stimmvolk daraus die richtigen Lehren zieht, vorzugsweise bereits bis zum 13. Juni 2021.


Seit dem 1. Janaur 2021 bis zum aktuellen Zeitpunkt (18.06.2021 07:04:12) macht die Schweiz (alleine auf Bundesebende) zur Bewältigung von Covid neue Schulden über 24228.42 Millionen bzw. 24.228 Milliarden. Dies entspricht dem Erwerb von neuen Kampfflugzeugen (gemäss Abstimmung Sommer 2020).